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KAWASAKI-NEWSLETTER

5 MINUTEN MIT ANDREW PITT

Andrew Pitt, zweifacher World Supersport Champion, ist für Kawasaki Fans kein Unbekannter. Er gewann 2001 seinen ersten Titel auf einer ZX-6R, bevor er 2003 in der Moto GP auf der ZX-RR Rennen fuhr. Wir schnappten uns die australische Legende, welcher nun der Crew Chief von Randy Krummenacher im Pucetti Racing Team arbeitet, um über die Dinge der Marke in grün zu diskutieren.
 „Kawasaki ist eine Marke, mit der ich seit Jahren verbunden bin. Mein erstes neues Motorrad war eine KX80, welche ich 1987 in Australien für den Rennsport kaufte. Als ich weiter aufstieg, wechselte ich zur KX125 und danach zur KX250. Es war immer mein Ziel, auf einer Rennstrecke zu fahren, aber damals musstest du in Australien 17 Jahre alt sein, um auf dem Asphalt Rennen zu fahren.
 
Ich begann meine Rennstrecken-Karriere auf einem 250cc-Serienmotorrad, aber mein grosser Durchbruch kam 1998, als ich die Australian Supersport Championship auf dem 2. Platz beendete. Mein Vater und ich mussten uns als Privatteam gegen die grossen Werkteams behaupten. Im folgenden Jahr unterschrieb ich für Kawasaki Australia, gewann die Supersportklasse und verlor den Titel in der Superbikeklasse an Steve Martin auf der Werks-Ducati.
 
Das waren ordentliche Maschinen mit Kämpfen zwischen den Reifenherstellern, doch der richtige Kick in meiner Karriere gab es, als ich für das World Supersport Team für drei Jahre unterzeichnete und den Titel 2001 gewann. Nachher wechselte ich in die Moto GP auf eine ZX-RR. Es war hart, denn wir waren das einzige Team, welche Reifen von Dunlop verwendeten. Trotzdem hatten wir gute Rennen, mischten bei den V5 Honda’s mit und schlugen ein paar Mal die Suzuki’s.
 
In meinen Job als Crew Chief rutschte ich aus Zufall, denn eigentlich arbeitete ich für Nick Morgan von MSS Kawasaki in der British Superbike Championship, bevor ich zu WSB mit PC Jacobsen in der Klasse World Superbike wechselte. Inzwischen arbeite ich mit Randy Krummenacher und bin ausserdem bestrebt, die Verbindung zwischen dem italienischen Team und Kawasaki Europe zu verbessern. Bisher lief es wirklich gut und wir fuhren einige tolle Resultate ein. Randy bringt frischen Wind mit, er ist so motiviert und liebt es, Rennen zu fahren!
 
Neben meiner Arbeit als Crew Chief begann ich mit dem Mentoring. Ich arbeitete mit dem jungen Mason Law in der British Championship zusammen, welcher ein wirkliches Talent ist und zu einem sehr professionellen und erfahrenen Fahrer heranwächst… und auch er fuhr bisher auf der Rennstrecke nur Kawasaki und ist Teil des Projektes Team Green.
 
Ausserhalb des Rennsportes bin ich viel als Instruktor mit „Focused Events“ in Spanien und Italien unterwegs, verbringe aber auch so häufig wie möglich Zeit mit meinen drei Kids. Das Leben ist toll im Moment, ich wechsle zwischen der Isle of Man und unserem zweiten Haus in Italien, wo meine Frau herkommt, hin und her… oh und Weihnachten in Australien sind auch sehr hübsch!"